FISEKON GmbH – Fischer Elektrokonstruktion

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08 — Werkzeuge

Betriebsmittelkennzeichen nach IEC 81346 bilden

Die Kennzeichnung ist das, woran eine Anlagendokumentation langfristig steht oder fällt. Wer nach zehn Jahren ein Bauteil sucht, findet es über das Kennzeichen – oder gar nicht. Dieser Baukasten zeigt den Aufbau und die gebräuchlichen Kennbuchstaben.

Eingabe

Was die Einheit tut – die funktionale Zuordnung.

Wo es eingebaut ist – der Einbauort.

Kennbuchstabe nach IEC 81346-2.

0 lässt den Anschluss weg.

Ergebnis

Vollständiges Betriebsmittelkennzeichen
Aufbau

Orientierungshilfe, keine normgerechte Auslegung. Maßgeblich sind die anzuwendenden Normen und die Prüfung im Einzelfall.

Rechenbeispiel

Der Standardfall, mit dem der Rechner startet – einmal durchgerechnet. Ändern Sie oben die Werte, rechnet er sofort neu.

Eingaben

Anlage (=)
=A1 – Anlagenteil 1
Ort (+)
+S1 – Schaltschrank 1
Betriebsmittel (−)
−Q – Schalten von Energie (Schütz, Leistungsschalter)
Zählnummer
12
Anschluss (:)
0

Ergebnis

Vollständiges Betriebsmittelkennzeichen
=A1+S1-Q12
Aufbau
= Anlage · + Ort · − Betriebsmittel mit Kennbuchstabe und Zählnummer · : Anschluss

Formel

  • =Anlage +Ort −Betriebsmittel :Anschluss
  • Beispiel: =A1+S1-Q12:14
  • = funktionale Zuordnung · + Einbauort · − Produkt · : Anschluss

Annahmen und Normbezug

  • Kennbuchstaben nach IEC 81346-2 (früher DIN EN 61346-2 und davor DIN 40719).
  • Die Vorsilben sind genormt, die Zählweise dahinter nicht – sie folgt der Systematik des Betreibers. Genau deshalb ist eine einmal festgelegte Systematik so wichtig.
  • Dieser Baukasten zeigt die gebräuchlichsten Kennbuchstaben, nicht die vollständige Tabelle der Norm.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen = und +?

Das Gleichheitszeichen beschreibt die Funktion – wozu ein Betriebsmittel gehört. Das Pluszeichen beschreibt den Ort – wo es eingebaut ist. Ein Schütz kann funktional zur Förderstrecke gehören (=F1) und dabei in Schaltschrank 2 sitzen (+S2).

Muss ich alle Ebenen verwenden?

Nein. In kleinen Anlagen genügt oft die Produktebene (−Q12). Sobald es mehrere Schaltschränke oder Anlagenteile gibt, wird die Ergänzung um Ort und Anlage schnell unverzichtbar.

Wir haben eine gewachsene, eigene Systematik. Umstellen?

Meist nicht. Eine konsequent durchgehaltene eigene Systematik ist besser als ein halb umgestellter Bestand. Wir führen in Projekten bestehende Systematiken fort, statt sie zu ersetzen – der Bruch in der Dokumentation kostet mehr, als die Norm einbringt.

Rechnen ist der einfache Teil.

Die Formel liefert eine Zahl. Die Auslegung einer Anlage verlangt darüber hinaus Verlegeart, Häufung, Selektivität, Normenlage und den Blick auf den Bestand. Genau das übernehmen wir.

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