05 — Werkzeuge
Blindleistungskompensation berechnen
Blindleistung verrichtet keine Arbeit, belastet aber Leitung, Transformator und Schaltanlage – und wird vom Netzbetreiber berechnet. Wie viel Kondensatorleistung nötig ist, um einen bestimmten Leistungsfaktor zu erreichen, ist eine einzige Formel.
Ergebnis
- Erforderliche Kompensationsleistung
- —kvar
- Scheinleistung vorher
- —kVA
- Scheinleistung nachher
- —kVA
- Entlastung der Zuleitung
- —%
Bitte alle Felder mit gültigen Zahlen füllen.
Orientierungshilfe, keine normgerechte Auslegung. Maßgeblich sind die anzuwendenden Normen und die Prüfung im Einzelfall.
Rechenbeispiel
Der Standardfall, mit dem der Rechner startet – einmal durchgerechnet. Ändern Sie oben die Werte, rechnet er sofort neu.
Eingaben
- Wirkleistung
- 150 kW
- Vorhandener cos φ
- 0,75
- Ziel-cos φ
- 0,95
Ergebnis
- Erforderliche Kompensationsleistung
- 83 kvar
- Scheinleistung vorher
- 200 kVA
- Scheinleistung nachher
- 158 kVA
- Entlastung der Zuleitung
- 21,1 %
Formel
- Qc = P · (tan φ₁ − tan φ₂)
- φ = arccos(cos φ)
- S = P / cos φ
Annahmen und Normbezug
- Die Rechnung gilt für den Betriebspunkt, den Sie eingeben. Bei stark schwankender Last ist eine geregelte Anlage sinnvoller als eine feste Kompensation.
- Bei nennenswertem Oberschwingungsanteil – etwa durch Frequenzumrichter – sind verdrosselte Kondensatoren erforderlich, sonst droht Resonanz.
- Die Angabe zur Entlastung bezieht sich auf den Scheinstrom in der Zuleitung.
Häufige Fragen
Welchen Ziel-cos φ soll ich wählen?
Netzbetreiber fordern in der Regel mindestens 0,90; üblich ist eine Auslegung auf 0,95. Eine Kompensation auf 1,0 ist meist unwirtschaftlich und kann bei Teillast zu kapazitivem Betrieb führen.
Kann ich zu stark kompensieren?
Ja. Übererregter Betrieb – kapazitive Blindleistung ins Netz – wird von Netzbetreibern ebenfalls beanstandet und kann Spannungsanhebungen verursachen. Deshalb wird bei schwankender Last geregelt kompensiert.
Rechnen ist der einfache Teil.
Die Formel liefert eine Zahl. Die Auslegung einer Anlage verlangt darüber hinaus Verlegeart, Häufung, Selektivität, Normenlage und den Blick auf den Bestand. Genau das übernehmen wir.
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