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Veröffentlicht 2. November 2026

EFKffT oder EuP? Was Handwerksbetriebe für Elektroarbeiten wirklich brauchen

Elektrotechnisch unterwiesene Person oder Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Der Unterschied entscheidet, ob Ihr Monteur allein anschließen darf.

3 Min. Lesezeit

In diesem Beitrag
  1. Was ist eine elektrotechnisch unterwiesene Person?
  2. Was ist eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?
  3. Der Unterschied im Überblick
  4. Was ist für Ihren Betrieb richtig?
  5. Was keine von beiden darf
  6. Schulung zur EFKffT in Gütersloh

Pumpe tauschen, Kochfeld anschließen, Rohrmotor einstellen. In vielen Handwerksbetrieben gehören kleine Elektroarbeiten zum Alltag, obwohl niemand im Team Elektriker ist. Die DGUV Vorschrift 3 ist dabei eindeutig. Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen oder Personen unter ihrer Leitung und Aufsicht. Für Mitarbeiter ohne elektrotechnische Ausbildung gibt es zwei Wege, und sie führen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Was ist eine elektrotechnisch unterwiesene Person?

Eine elektrotechnisch unterwiesene Person, kurz EuP, wurde von einer Elektrofachkraft über die ihr übertragenen Aufgaben und die möglichen Gefahren unterrichtet. Die Unterweisung dauert meist ein bis zwei Tage. Sie ist schnell erledigt und günstig, hat aber eine entscheidende Grenze. Eine EuP arbeitet immer unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft.

Das passt gut in Betriebe, in denen eine Elektrofachkraft ohnehin im Haus ist, etwa in der Instandhaltung eines Werks. Auf der Baustelle eines SHK-Betriebs oder bei der Küchenmontage beim Kunden ist diese Aufsicht in der Regel nicht dabei. Dort hilft die Unterweisung allein nicht weiter.

Was ist eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?

Die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, kurz EFKffT, ist im DGUV Grundsatz 303-001 beschrieben. Festgelegte Tätigkeiten sind gleichartige, sich wiederholende Arbeiten an Betriebsmitteln, die der Unternehmer in einer Arbeitsanweisung festlegt. Wer sie ausführen soll, braucht eine Ausbildung in Theorie und Praxis, im Handwerk mindestens 80 Stunden, und eine bestandene Prüfung. Das Zertifikat nennt die Tätigkeiten, für die der Mitarbeiter ausgebildet wurde.

Danach bestellt der Unternehmer den Mitarbeiter schriftlich. Ab dann arbeitet er in seinen festgelegten Tätigkeiten eigenverantwortlich, ohne Aufsicht einer Elektrofachkraft.

Der Unterschied im Überblick

EuP EFKffT
Arbeitet unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft eigenverantwortlich in festgelegten Tätigkeiten
Qualifikation Unterweisung, meist ein bis zwei Tage Ausbildung mit mindestens 80 Stunden und Prüfung
Nachweis Nachweis der Unterweisung Zertifikat, Arbeitsanweisung und schriftliche Bestellung
Geeignet für Betriebe mit eigener Elektrofachkraft vor Ort Betriebe ohne eigene Elektrofachkraft

Was ist für Ihren Betrieb richtig?

Die Frage ist schnell beantwortet, wenn man sich den Arbeitsplatz anschaut. Ist bei den Arbeiten eine Elektrofachkraft dabei, die anleitet und beaufsichtigt, kann die Unterweisung reichen. Arbeiten Ihre Monteure beim Kunden allein, braucht es die EFKffT. Das gilt für die meisten Handwerksbetriebe, die Elektroarbeiten nur am Rand erledigen.

Was keine von beiden darf

Weder die EuP noch die EFKffT ersetzt den Elektrobetrieb. Neue Leitungen legen, Stromkreise erweitern, Verteiler ändern und Anlagen beim Netzbetreiber anmelden bleibt Sache eines Elektrobetriebs, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Arbeiten unter Spannung sind für beide tabu.

Die Grenze ist in jedem Gewerk dieselbe. Die EFKffT übernimmt ab der vorhandenen, abgesicherten Dose oder Zuleitung. Alles davor bleibt beim Elektrobetrieb.

Schulung zur EFKffT in Gütersloh

FISEKON bietet die Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten ab Februar 2027 in Gütersloh an. Zehn Tage, 80 Stunden nach DGUV Grundsatz 303-001, Theorie und Praxis im Wechsel, für SHK, Küche, Rollladen und Hausmeister in einer Gruppe. Alles Weitere steht auf der Seite zur EFKffT-Schulung.

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EFKffT-Schulung in Gütersloh, erste Kurse ab Februar 2027

Für Betriebe ohne eigene Elektrofachkraft. Ihre Monteure aus SHK, Küchenmontage, Rollladen- und Torbau und Hausmeisterdienst lernen in zehn Tagen nach DGUV Grundsatz 303-001, Geräte an die vorhandene Stromversorgung anzuschließen und zu prüfen.

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