FISEKON GmbH · Fischer Elektrokonstruktion

Projekt besprechen

Rechner

Schaltschrank-Klimatisierung berechnen

Ein Schaltschrank gibt einen Teil seiner Verlustwärme über die Gehäuseoberfläche ab. Wie viel, hängt von der wirksamen Fläche ab, und die hängt davon ab, wie der Schrank steht. Erst was darüber hinausgeht, muss aktiv abgeführt werden.

Eingabe

Erscheint auf dem Ausdruck. Geht nicht in die Rechnung ein.

Verlustleistung im SchrankW

Summe— W

Die tatsächlichen Werte stehen im Datenblatt des Geräts oder im gepflegten Artikelstamm. Die Vorgabe ist ein Beispiel für einen Antriebsschrank, keine Bemessungsgrundlage.

Bestimmt die wirksame Oberfläche nach IEC 60890.

Abgedeckt, wenn eine Bühne, ein Kabelboden oder ein weiterer Schrank aufliegt.

Die Obergrenze, die im Schrank zulässig ist. Sie ergibt sich aus dem empfindlichsten Einbauteil.

Die Untergrenze, die im Stillstand nicht unterschritten werden darf. Maßgeblich ist das Bauteil mit der höchsten Mindestbetriebstemperatur.

Der Auslegungsfall, danach wird das Kühlgerät ausgewählt.

Der Regelfall. Er bestimmt, wie viel das Gerät tatsächlich arbeitet.

Nachts und im Stillstand. Entscheidet über den Bedarf an einer Heizung.

Der Feuchtegehalt der Umgebungsluft im Auslegungsfall.

Ergebnis

Erforderliche KühlleistungIm Auslegungsfall
—W
Kühlleistung im Regelfall
—W
Luftstrom eines FilterlüftersFreiblasend, im Auslegungsfall
—m³/h
Wirksame OberflächeNach IEC 60890
—m²
Eigene Wärmeabgabe des Gehäuses
—W
Bewertung Kühlung
—
Taupunkt der UmgebungsluftBei maximaler Temperatur und angenommener Feuchte
—°C
Heizleistung gegen BetauungUm die Innentemperatur im Stillstand auf dem Taupunkt zu halten
—W
Maßgeblich für die Heizleistung
—
Bewertung Betauung
—

Orientierungshilfe, keine normgerechte Auslegung. Für die Richtigkeit der Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr, maßgeblich sind die anzuwendenden Normen und die Prüfung im Einzelfall.

Ergebnis als PDF

Wohin dürfen wir das PDF schicken?

Sie erhalten Eingaben, Ergebnis und Formel als PDF per E-Mail, zum Ablegen oder Weitergeben.

Die grauen Werte sind ein Beispiel. Eigene Werte einfach eintragen.

Rechenweg und Fragen

Schaltschrank-Klimatisierung

Wärmeabgabe des Gehäuses und erforderliche Kühlleistung.

Projekt besprechen
Rechenbeispiel

Der Standardfall, mit dem der Rechner startet, einmal durchgerechnet. Ändern Sie oben die Werte, rechnet er sofort neu.

Eingaben

2 × Frequenzumrichter 7,5 kW
390 W
2 × Frequenzumrichter 4 kW
220 W
1 × Netzteil 24 V / 20 A
55 W
1 × Steuerung mit Baugruppen
45 W
5 × Schütze und Motorschutz
40 W
Verlustleistung im Schrank
750 W
Breite
1.200 mm
Höhe
2.000 mm
Tiefe
600 mm
Aufstellung
Freistehend, allseitig frei
Oberseite
Frei
Maximale Innentemperatur
35 °C
Minimale Innentemperatur
5 °C
Maximale Umgebungstemperatur
30 °C
Zu erwartende Umgebungstemperatur
25 °C
Minimale Umgebungstemperatur
5 °C
Anzunehmende relative Luftfeuchtigkeit
60 %

Ergebnis

Erforderliche Kühlleistung
544 W
Kühlleistung im Regelfall
338 W
Luftstrom eines Filterlüfters
337 m³/h
Wirksame Oberfläche
7,49 m²
Eigene Wärmeabgabe des Gehäuses
206 W
Bewertung Kühlung
Der Bedarf liegt im Bereich eines Kühlgeräts. Filterlüftung reicht nicht mehr aus, sobald die Umgebungstemperatur nah an die zulässige Innentemperatur rückt.
Taupunkt der Umgebungsluft
21,4 °C
Heizleistung gegen Betauung
675 W
Maßgeblich für die Heizleistung
Der Taupunkt bestimmt die Heizleistung. Gegen Betauung muss weiter geheizt werden, als die Mindestinnentemperatur verlangt.
Bewertung Betauung
Im Betrieb unkritisch, im Stillstand nicht. Kühlt das Gehäuse auf die minimale Umgebungstemperatur ab, liegt es unter dem Taupunkt. Eine Schaltschrankheizung mit Hygrostat verhindert den Niederschlag.
Formel und Normbezug

Formel

  • Wärmeabgabe Q = k · A · ΔT mit k = 5,5 W/(m²·K) für lackiertes Stahlblech
  • ΔT = Innentemperatur − Umgebungstemperatur
  • Kühlbedarf = Verlustleistung − Wärmeabgabe
  • Freistehender Schrank A = 1,8 · H · (B + T) + 1,4 · B · T
  • Bei abgedeckter Oberseite entfällt die Deckfläche 1,4 · B · T
  • Taupunkt nach Magnus mit α = ln(φ/100) + 17,62 · t / (243,12 + t), τ = 243,12 · α / (17,62 − α)
  • Heizleistung gegen Betauung P = k · A · (τ − minimale Umgebungstemperatur)

Annahmen und Normbezug

  • Wirksame Oberfläche nach IEC 60890 in Abhängigkeit von der Aufstellungsart.
  • k = 5,5 W/(m²·K) gilt für lackiertes Stahlblech. Bei Edelstahl liegt der Wert niedriger, bei Aluminium höher.
  • Ist die Umgebung wärmer als die zulässige Innentemperatur, ist Filterlüftung wirkungslos. Dann kommt nur ein Kühlgerät infrage.
  • Der Luftstrom folgt V = 3,1 · Q / ΔT. Der Faktor 3,1 m³·K/(W·h) ist der Kehrwert aus Dichte mal spezifischer Wärmekapazität der Luft, auf die Stunde gerechnet, und gilt für Meereshöhe. Mit der Höhe über NN sinkt die Dichte, der Faktor steigt.
  • Angegeben ist der freiblasende Luftstrom. Filtermatte, Austrittsgitter und Einbauten erzeugen Gegendruck, unter dem ein Lüfter weniger fördert als im Katalog angegeben. Wählen Sie das Gerät nach dem Luftstrom im Einbauzustand, nicht nach dem freiblasenden.
  • Maßgeblich ist der Auslegungsfall, also die wärmste angenommene Umgebung. Bei der zu erwartenden Umgebungstemperatur ist die Temperaturdifferenz größer und der nötige Luftstrom deutlich kleiner.
  • Die abgedeckte Oberseite wird hier vereinfacht gerechnet, die Deckfläche entfällt vollständig. IEC 60890 führt für abgedeckte Flächen eigene Zeilen mit eigenen Faktoren. Die Vereinfachung liegt auf der sicheren Seite. Sie verkleinert die Fläche und vergrößert damit den errechneten Kühlbedarf.
  • Die Heizleistung ist der Wert, um das Gehäuse im Stillstand auf dem Taupunkt zu halten. Eine Obergrenze. Im Betrieb schaltet ein Hygrostat, und die Verlustleistung der Einbauten heizt mit.
  • Sonneneinstrahlung, Aufstellung in Nischen und verschmutzte Filter verschlechtern das Ergebnis im Betrieb.
Woher bekomme ich die Verlustleistung?

Aus den Datenblättern der Einbauten. Frequenzumrichter, Netzteile und Transformatoren dominieren. Schütze und Klemmen fallen kaum ins Gewicht. Als Grobwert gilt für Umrichter etwa 3 % der Bemessungsleistung.

Wie berechne ich die Schaltschrankheizung?

Die Heizleistung ergibt sich aus der wirksamen Gehäuseoberfläche und dem Temperaturunterschied, den die Heizung halten muss, also P = k · A · ΔT, gerechnet ab der minimalen Umgebungstemperatur. Maßgeblich ist die höhere von zwei Grenzen. Die eine ist die geforderte Mindestinnentemperatur, etwa für Displays oder Elektronik. Die andere ist der Taupunkt, damit sich im Stillstand kein Kondenswasser bildet. Die Verlustleistung der Geräte rechnet der Rechner bewusst nicht gegen, denn im Stillstand fällt sie weg. Im Ergebnis steht, welche der beiden Grenzen die Heizleistung bestimmt.

Reicht ein Filterlüfter?

Nur wenn die Umgebungstemperatur unter der zulässigen Innentemperatur liegt. Ein Lüfter kann nicht unter Umgebungstemperatur kühlen. Andernfalls braucht es ein Kühlgerät oder einen Luft-Wasser-Wärmetauscher.

Warum steigt der nötige Luftstrom so schnell?

Weil die Temperaturdifferenz im Nenner steht. Bei 10 K Unterschied genügt die halbe Luftmenge wie bei 5 K. Bei 2 K braucht es die zweieinhalbfache. Nähert sich die Umgebungstemperatur der zulässigen Innentemperatur, geht der Luftstrom gegen unendlich. Genau dort hört Filterlüftung auf, eine Möglichkeit zu sein.

Warum ist die Aufstellung so wichtig?

Eine an die Wand gestellte oder in einer Reihe eingebaute Seite gibt kaum noch Wärme ab. Zwischen freistehend und beidseitig eingereiht liegen leicht 40 % der wirksamen Fläche. Dasselbe gilt für eine abgedeckte Oberseite. Eine aufliegende Bühne oder ein Kabelboden nimmt die Deckfläche aus der Rechnung.

Warum drei Umgebungstemperaturen?

Weil drei verschiedene Fragen dahinterstehen. Nach der maximalen Temperatur wird das Kühlgerät ausgewählt, sonst reicht es am heißesten Tag nicht. Die zu erwartende Temperatur sagt, wie viel das Gerät tatsächlich arbeitet. Und die minimale Temperatur entscheidet, ob eine Heizung nötig ist, dieser Fall wird am häufigsten übersehen.

Wozu die Luftfeuchtigkeit?

Aus Temperatur und relativer Feuchte ergibt sich der Taupunkt. Kühlt das Gehäuse im Stillstand unter diesen Wert ab, schlägt sich Wasser an den Bauteilen nieder. Das ist der Grund, aus dem in einer ungeheizten Anlage im Winter Korrosion auftritt, obwohl die Kühlung im Sommer ausreichend war.

Kontakt

Sie planen gerade eine Anlage?

Wir übernehmen die Elektrokonstruktion, von der Auslegung über Stromlaufpläne in EPLAN bis zur fertigen Dokumentation. Ein Anruf oder drei Zeilen genügen.

Direkt

Oder schreiben Sie uns

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.

Wir nutzen Ihre Angaben nur, um Ihre Anfrage zu beantworten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Zum Kontaktformular

Olaf Kreith

Ihr AnsprechpartnerOlaf KreithLeitung Sales

Kurz gefragt

Benötigen Sie Hilfe oder haben Fragen?

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.