32 — Rechner
Berührungsspannung im Fehlerfall berechnen
Im Fehlerfall liegt das Gehäuse nicht auf Erdpotential, sondern auf dem Spannungsfall über dem Rückweg. Diese Spannung steht so lange an, bis abgeschaltet ist – und sie ist der Grund, warum Abschaltzeiten überhaupt begrenzt sind.
Ergebnis
- Berührungsspannung
- —V
- Bewertung
- —
- Größter zulässiger Widerstand im RückwegBei diesem Fehlerstrom.
- —Ω
- Ausschöpfung des Grenzwerts
- —%
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Orientierungshilfe, keine normgerechte Auslegung. Für die Richtigkeit der Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr, maßgeblich sind die anzuwendenden Normen und die Prüfung im Einzelfall.
Rechenbeispiel
Der Standardfall, mit dem der Rechner startet, einmal durchgerechnet. Ändern Sie oben die Werte, rechnet er sofort neu.
Eingaben
- Netzform
- TN – Rückleitung über den Schutzleiter
- Fehlerstrom
- 1.000 A
- Widerstand im Rückweg
- 0,083 Ω
- Zulässige Berührungsspannung
- 50 V
Ergebnis
- Berührungsspannung
- 83 V
- Bewertung
- Der Grenzwert ist überschritten – es muss innerhalb der geforderten Zeit abgeschaltet werden.
- Größter zulässiger Widerstand im Rückweg
- 0,05 Ω
- Ausschöpfung des Grenzwerts
- 166 %
Formel
- U_B = I_Fehler · R_Rückweg
- TN: R = Widerstand des Schutzleiters
- TT: R = Erdungswiderstand der Anlage
- R_max = U_zulässig / I_Fehler
Annahmen und Normbezug
- Gerechnet wird die Spannung am fehlerbehafteten Betriebsmittel gegen Bezugserde, während der Fehler ansteht.
- Der zulässige Grenzwert hängt vom Bereich ab. In besonderen Umgebungen – Nassbereiche, landwirtschaftliche Betriebsstätten, medizinisch genutzte Räume – gelten niedrigere Werte.
- Der Grenzwert allein genügt nicht. Wird er überschritten, muss innerhalb der geforderten Zeit abgeschaltet werden; wie schnell, hängt von der Höhe der Spannung ab.
Häufige Fragen
Warum ist die Berührungsspannung im TT-System das größere Thema?
Weil der Fehlerstrom dort über die Erde zurückfließt und der Erdungswiderstand um Größenordnungen höher liegt als ein Schutzleiter. Schon wenige hundert Milliampere ergeben an zehn oder zwanzig Ohm eine gefährliche Spannung. Deshalb ist im TT-System die Fehlerstromschutzeinrichtung praktisch unverzichtbar.
Warum genügt ein kleinerer Schutzleiter nicht einfach?
Weil ein kleinerer Schutzleiter mehr Widerstand hat und damit die Berührungsspannung steigt – bei gleichem Fehlerstrom proportional. Zugleich sinkt der Fehlerstrom, weil die Schleife hochohmiger wird, und die Abschaltung dauert länger. Beides wirkt in dieselbe falsche Richtung.
Ist eine kurze Überschreitung unkritisch?
Nicht pauschal. Die Gefährdung hängt an Höhe und Dauer zusammen. Deshalb koppeln die Regeln beides: Je höher die Berührungsspannung, desto kürzer muss die Abschaltzeit sein. Eine hohe Spannung, die nach Millisekunden weg ist, ist etwas anderes als eine mittlere, die stehen bleibt.
Rechnen ist der einfache Teil.
Die Formel liefert eine Zahl. Die Auslegung einer Anlage verlangt darüber hinaus Verlegeart, Häufung, Selektivität, Normenlage und den Blick auf den Bestand. Genau das übernehmen wir.
Weitere Werkzeuge
- 01Leitungsquerschnitt
- 02Spannungsfall
- 03Leitungswiderstand
- 04Leitungsverluste
- 05Maximale Leitungslänge
- 06Strombelastbarkeit
- 07Parallele Leitungen
- 08Leitertemperatur
- 09Leitungskapazität
- 10Kurzschlussstrom
- 11Leitungsimpedanz
- 12Netzimpedanz
- 13Kurzschlussstrom am Leitungsende
- 14Thermische Kurzschlussfestigkeit
- 15Länge und Abschaltbedingung
- 16Motorstrom
- 17Drehmoment
- 18Anlaufstrom
- 19Stern-Dreieck-Anlauf
- 20Sanftanlauf
- 21Motorwirkungsgrad
- 22Drehzahlregelung statt Drossel
- 23Drehzahl und Schlupf
- 24Motorschutz einstellen
- 25Einphasenmotor
- 26Motorabgang
- 27Erforderliche Motorleistung
- 28PFD und SIL
- 29PFH und SIL
- 30Schutzleiterquerschnitt
- 31Staberder
- 33Fehlerstromschutz auslegen
- 34Selektivität prüfen
- 35Überspannungsschutz anschließen
- 36Schaltschrank-Klimatisierung
- 37Betriebsmittelkennzeichnung
- 38Blindleistungskompensation
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