Rechner
Selektivität zweier Schutzgeräte prüfen
Selektiv heißt, dass bei einem Fehler nur das Gerät davor abschaltet, nicht die halbe Anlage. Das muss man in zwei Bereichen getrennt prüfen, denn sie verhalten sich verschieden. Im Überlastbereich entscheidet das Stromverhältnis, im Kurzschlussbereich die Kombination der Geräte.
Ergebnis
- Selektivität im Kurzschlussbereich
- —
- Selektivität im Überlastbereich
- —
- Vorhandenes Stromverhältnis
- —
- Abstand zum SelektivitätsgrenzstromEin negativer Wert bedeutet, dass der Kurzschlussstrom darüber liegt.
- —kA
Bitte alle Felder mit gültigen Zahlen füllen.
Orientierungshilfe, keine normgerechte Auslegung. Für die Richtigkeit der Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr, maßgeblich sind die anzuwendenden Normen und die Prüfung im Einzelfall.
Die grauen Werte sind ein Beispiel. Eigene Werte einfach eintragen.
Passende Leistungen
Rechnen ist der einfache Teil.
Die Formel liefert eine Zahl. Die Auslegung einer Anlage verlangt darüber hinaus Verlegeart, Häufung, Selektivität, Normenlage und den Blick auf den Bestand. Genau das übernehmen wir.
Rechenweg und Fragen
Selektivität prüfen
Überlast- und Kurzschlussbereich getrennt geprüft, denn sie verhalten sich verschieden.
Projekt besprechenRechenbeispiel
Der Standardfall, mit dem der Rechner startet, einmal durchgerechnet. Ändern Sie oben die Werte, rechnet er sofort neu.
Eingaben
- Bemessungsstrom des vorgelagerten Geräts
- 160 A
- Bemessungsstrom des nachgelagerten Geräts
- 63 A
- Erforderliches Stromverhältnis im Überlastbereich
- 1,6
- Selektivitätsgrenzstrom aus der Herstellertabelle
- 3 kA
- Kurzschlussstrom am nachgelagerten Gerät
- 4,2 kA
Ergebnis
- Selektivität im Kurzschlussbereich
- Nicht gegeben.
- Selektivität im Überlastbereich
- Gegeben.
- Vorhandenes Stromverhältnis
- 2,54
- Abstand zum Selektivitätsgrenzstrom
- -1,2 kA
Formel und Normbezug
Formel
- Im Überlastbereich I_n(vorgelagert) / I_n(nachgelagert) ≥ Faktor
- Im Kurzschlussbereich I_k am nachgelagerten Gerät ≤ Selektivitätsgrenzstrom
Annahmen und Normbezug
- Der Selektivitätsgrenzstrom folgt aus keiner Formel. Er ergibt sich aus dem Zusammenspiel der Kennlinien und des Begrenzungsverhaltens beider Geräte und steht in der Kombinationstabelle des Herstellers. Wir bilden diese Tabellen nicht nach, denn sie gelten je Gerätepaar und Baureihe.
- Das erforderliche Stromverhältnis im Überlastbereich ist ein Erfahrungswert für gleichartige Geräte. Bei gemischten Bauarten, etwa Sicherung gegen Leistungsschalter, gilt es nicht ohne Weiteres.
- Geprüft wird die Selektivität zweier Geräte. In einer Kette mit mehreren Ebenen ist jedes Paar einzeln zu prüfen.
Warum zwei getrennte Bereiche?
Weil zwei verschiedene Auslöser arbeiten. Im Überlastbereich reagiert der thermische Auslöser träge, und ein hinreichender Abstand der Bemessungsströme genügt. Im Kurzschlussbereich lösen beide Geräte magnetisch in Millisekunden aus. Dort hilft kein Stromabstand mehr, sondern nur, dass das nachgelagerte Gerät den Strom begrenzt, bevor das vorgelagerte anspricht.
Warum steht der Grenzstrom nicht im Rechner?
Weil er kein berechenbarer Wert ist, sondern eine Messgröße je Gerätekombination. Hersteller ermitteln ihn im Prüffeld und veröffentlichen ihn in Kombinationstabellen. Eine nachgebildete Tabelle wäre im besten Fall überflüssig und im schlechtesten falsch.
Was tun, wenn im Kurzschlussbereich keine Selektivität besteht?
Wählen Sie entweder ein anderes Gerätepaar, für das der Grenzstrom über dem Kurzschlussstrom liegt, oder senken Sie den Kurzschlussstrom, etwa durch längere Zuleitung, kleineren Querschnitt oder vorgeschaltete Impedanz. Oder verzichten Sie bewusst darauf, wo das Abschalten eines größeren Bereichs hinnehmbar ist.
Kontakt
Sie planen gerade eine Anlage?
Wir übernehmen die Elektrokonstruktion, von der Auslegung über Stromlaufpläne in EPLAN bis zur fertigen Dokumentation. Ein Anruf oder drei Zeilen genügen.
Direkt
- Telefon+49 (0) 5247 4070-66
- E-Mailinfo@fisekon.com
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