07 — Rechner
Parallele Leitungen berechnen
Ab einer gewissen Größe ist ein einzelner Leiter nicht mehr handhabbar – 240 mm² lässt sich nicht mehr sinnvoll biegen. Dann werden Leitungen parallel geführt. Die Rechnung ist einfach, die Falle liegt woanders: Der Strom teilt sich nur dann gleichmäßig, wenn die Leitungen wirklich gleich sind.
Ergebnis
- Gesamtquerschnitt je Außenleiter
- —mm²
- Strom je Leitung bei gleicher Teilung
- —A
- Strom in der am stärksten belasteten LeitungDiese Leitung entscheidet, nicht der Mittelwert.
- —A
- Reserve der stärksten Leitung
- —%
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Orientierungshilfe, keine normgerechte Auslegung. Für die Richtigkeit der Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr, maßgeblich sind die anzuwendenden Normen und die Prüfung im Einzelfall.
Rechenbeispiel
Der Standardfall, mit dem der Rechner startet, einmal durchgerechnet. Ändern Sie oben die Werte, rechnet er sofort neu.
Eingaben
- Zahl der parallelen Leitungen je Außenleiter
- 2
- Querschnitt je Leitung
- 95 mm²
- Gesamtstrom
- 400 A
- Strombelastbarkeit je Leitung
- 230 A
- Angenommene Stromunsymmetrie
- 10 %
Ergebnis
- Gesamtquerschnitt je Außenleiter
- 190 mm²
- Strom je Leitung bei gleicher Teilung
- 200 A
- Strom in der am stärksten belasteten Leitung
- 220 A
- Reserve der stärksten Leitung
- 4,35 %
Formel
- A_gesamt = n · A
- I je Leitung = I_gesamt / n
- I_ungünstigste = I je Leitung · (1 + Unsymmetrie)
- Reserve = (I_z − I_ungünstigste) / I_z
Annahmen und Normbezug
- Gerechnet wird mit gleichem Querschnitt und gleichem Material aller parallelen Leitungen.
- Die Strombelastbarkeit je Leitung ist einzugeben und muss die Häufung bereits enthalten: Parallele Leitungen liegen dicht beieinander und erwärmen sich gegenseitig.
- Die Unsymmetrie ist ein Ansatz, keine Berechnung. Sie steigt mit unterschiedlicher Länge, unterschiedlicher Verlegeart und unterschiedlicher Lage im Bündel.
Häufige Fragen
Warum teilt sich der Strom nicht gleichmäßig?
Weil sich die Impedanzen unterscheiden. Schon wenige Meter Längenunterschied, eine andere Lage im Bündel oder ein zusätzlicher Bogen verschieben die Teilung. Die Leitung mit der kleinsten Impedanz nimmt am meisten Strom auf – und die entscheidet über die Erwärmung.
Was ist bei der Absicherung zu beachten?
Ein gemeinsames Schutzorgan sieht nur den Summenstrom. Fällt eine der parallelen Leitungen aus, übernehmen die übrigen ihren Anteil und werden überlastet, ohne dass das Schutzorgan anspricht. Deshalb ist bei parallelen Leitungen die Ausführung entscheidend: gleiche Länge, gleicher Querschnitt, gleiche Verlegeart, keine Abzweige.
Wie viele Leitungen darf ich parallel führen?
Technisch gibt es keine feste Obergrenze, praktisch wird es ab drei bis vier unübersichtlich. Prüfen Sie vorher, ob eine Schienenverteilung nicht die bessere Lösung ist – sie löst die Symmetriefrage konstruktiv.
Rechnen ist der einfache Teil.
Die Formel liefert eine Zahl. Die Auslegung einer Anlage verlangt darüber hinaus Verlegeart, Häufung, Selektivität, Normenlage und den Blick auf den Bestand. Genau das übernehmen wir.
Weitere Werkzeuge
- 01Leitungsquerschnitt
- 02Spannungsfall
- 03Leitungswiderstand
- 04Leitungsverluste
- 05Maximale Leitungslänge
- 06Strombelastbarkeit
- 08Leitertemperatur
- 09Leitungskapazität
- 10Kurzschlussstrom
- 11Leitungsimpedanz
- 12Netzimpedanz
- 13Kurzschlussstrom am Leitungsende
- 14Thermische Kurzschlussfestigkeit
- 15Länge und Abschaltbedingung
- 16Motorstrom
- 17Drehmoment
- 18Anlaufstrom
- 19Stern-Dreieck-Anlauf
- 20Sanftanlauf
- 21Motorwirkungsgrad
- 22Drehzahlregelung statt Drossel
- 23Drehzahl und Schlupf
- 24Motorschutz einstellen
- 25Einphasenmotor
- 26Motorabgang
- 27Erforderliche Motorleistung
- 28PFD und SIL
- 29PFH und SIL
- 30Schutzleiterquerschnitt
- 31Staberder
- 32Berührungsspannung
- 33Fehlerstromschutz auslegen
- 34Selektivität prüfen
- 35Überspannungsschutz anschließen
- 36Schaltschrank-Klimatisierung
- 37Betriebsmittelkennzeichnung
- 38Blindleistungskompensation
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